· 

Nicht anecken? Geht nicht!

Gelingende Kommunikation ist lernbar

Andrea Schild Berlin Coaching Training Führungskräfte
Andrea Schild Kommunikationstraining

Gelingende Kommunikation ist Übungssache. Davon bin ich überzeugt.

 

Inzwischen ist das Wissen um die Wirkung von Sprache weithin bekannt. Leider wird uns dies im Rahmen der allgemeinen Schulbildung nicht beigebracht. Aus meiner Sicht sollte das Thema Kommunikation dringend auf die Lehrpläne.

 

Ich selbst bin eine Verfechterin der "positiven Psychologie". Ich glaube an die raumöffnende, vertrauensbildende, ermutigende und lösungsschaffende Wirkung einer Sprache, die in Chancen und Möglichkeiten denkt. Genauso kenne ich die hilf- und mutlos machende Wirkung von Reden, Medienbeiträgen und "Ansagen", die das Negative und Problematische stärken und nähren.

 

Und doch kann selbst beste Absicht und viel Wissen nicht verhindern, dass wir gelegentlich "anecken".

Lest weiter, was mir passiert ist.

Was ist geschehen?

Ich habe Menschen verletzt, sie mit meinen Worten betroffen gemacht, sie sogar zum Schweigen gebracht. Nun fragt Ihr Euch vielleicht: Wie kann das passieren? Dir, Andrea, Du bist doch "Profi" in Sachen Kommunikation.

 

Tatsächlich hat mich erst kürzlich eine Situation bis ins Mark getroffen. Ich habe in einem Überschwang guter Laune eine Nachricht an eine Gruppe gesendet und habe damit für eine Freundin eine Grenze überschritten. Als sie mir dies mitteilte, war ich innerlich sehr betroffen. Mir tat es auf der einen Seite unendlich leid, auf der anderen Seite fragte ich mich "war ich nicht achtsam genug?", "muss ich noch vorsichtiger sein"?

 

Mich bewegte dies sehr.

 

Dann fiel mein Bick auf das Foto meines Katers Oskar. Er ist schon einige Jahre auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke. Ich sah ihn an und begriff.

 

Lehrmeister Oskar

Darf ich vorstellen:

 

Das ist Oskar 🐈‍⬛😻

Oskar ist in meinem Zuhause geboren. Er war ein ganz besonderer Kater. Immer achtsam lauschend, vorsichtig gehend wie ein Tänzer.

 

Als seine Geschwisterchen mit leuchtenden Katzenaugen neugierig die Welt erkundeten, blieben Oskars Augen von einer Art Schleier verschlossen. Er konnte in seinen über 15 Jahren Leben bei uns niemals etwas sehen.

 

Er wurde ein Meister der Achtsamkeit und Vorsicht und hatte es sogar zu einem langen Leben als Freigänger gebracht.

 

Doch auch er eckte an, stieß sich den Kopf und kratzte uns zuweilen - ohne dies zu wollen - mit seinen scharfen Krallen.

Gelernt

Da wurde mir klar:

Ich kann noch so achtsam, vorsichtig, wohlmeinend und positiv kommunizierend durch mein Leben gehen - es wird weiter passieren.

 

Ich werde auch in Zukunft Dinge tun, die Dir nicht gefallen. Ich werde Sätze sagen, die einen von Euch verletzen können. Es kann sein, dass ich Dich traurig oder wütend mache.

 

Warum?

Weil wir nie in Gänze wissen, auf welchen "Boden" unsere Worte und Taten fallen. 

Und: Weil es unmöglich ist, auf alle eventuell möglichen Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen, ohne die Klarheit der Aussage oder Dich selbst zu verlieren.

Und zusätzlich: Weil wir oft nur denken zu wissen, wie unser Gegenüber tickt.

Was bedeutet das im Führungskontext?

Das kannst Du konkret tun:

  1. Lerne Tools für gelingende Kommunikation
  2. Übe und reflektiere die Wirkung Deiner Sprache
  3. Befasse Dich mit Kommunikationstechniken, die zu Dir passen.
  4. Hole Dir Feedback
  5. Nimm Dir einen Trainer oder Coach
  6. Nutze Fortbildungen
  7. Lese einschlägige Literatur oder Beiträge auf Social Media
  8. Wenn Du dies alles immer wieder tust, dann befreie Dich von dem Druck, niemals anzuecken.

Üben und Lernen

Training und Coaching mit Andrea - mehr Infos findest Du hier: BEGLEITUNG

Die gute Nachricht zum Schluss

Mit der Erkenntnis, dass es auch bei besten Wissen und guten Absichten weiter passieren wird, können wir aufhören zu verurteilen und mit den Fingern auf andere zu zeigen.

Im besten Fall lernen wir einen Umgang der Milde und Güte oder halten auch mal etwas aus.

 

Und am Ende hilft oft der Humor. In einem Buch indigener Weisheiten habe ich gelesen, wir sollten mehr über uns und bestimmte Situationen lachen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Dein Support

Mit Deinem Auftrag unterstützt Du mein ehrenamtliches Engagement.

Als "pro bono" Coach und Mentorin bei Ashoka Deutschland und Netzwerk Chancen begleite ich Sozialunternehmer*innen bzw. soziale Aufsteiger*innen bei ihren individuellen Themen. Über SOS Kinderdörfer haben wir Patenschaften für einen Jungen in Kirgistan und ein kleines Mädchen in Benin.

Vielen Dank!

Kontakt

Andrea Schild

T. +49 163 4819730

[email protected]